Mann, wenn hier keiner was schreibt...

  • Zwei Außerirdische landen Sonntags Nachmittags vor einer Tankstelle auf der Erde. Da sie noch nie auf der Erde waren und kein Mensch unterwegs ist (ist ja auch Sonntag Mittag..) halten sie die zahlreichen Zapfsäulen für Erdbewohner...


    Das eine grüne Männchen läuft zu einer Zapfsäule und sagt:
    "Erdling sprich zu mir"


    --- keine Reaktion ---


    wieder sagt es:
    "Erdling sprich zu mir, oder"


    --- keine Reaktion ---


    dann:
    "Erdling sprich zu mir, oder ich atomisiere dich", mit diesem Satz läd der Außerirdische seine Atomisatorpistole und hält diese an die Anzeige der Zapfsäule.


    Da sagt das zweite grüne Männchen:
    "Halt, mach langsam, mir ist das zu gefährlich."
    "Dann hau halt ab" erwiedert der erste.
    Das zweite grüne Männchen nimmt die Beine in die Hand und rennt zwei Blocks weiter und geht in Deckung.


    Der erste Außerirdische versucht ein letztes Mal sein Glück:
    "Erdling, letzte Warnung: Sprich zu mir!"


    --- keine Reaktion ---


    Das grüne Männchen drückt ab und WUMM!
    Alles fliegt in die Luft, die Zapfsäule, das ganze Benzin, die Tankstelle....


    Das UFO fliegt ein paar Meter weiter und das erste grüne Männchen liegt halb verkokelt in den Trümmern. Als das zweite grüne Männchen zurückkommt sagt es:
    "Ich habs dir doch gesagt, daß die gefährlich sind"


    Sagt der auf dem Boden liegende Außerirdische:
    "Woher hast du gewußt, daß diese Erdlinge so gefährlich sind?
    Wir waren doch noch nie auf der Erde und hatten noch nie Kontakt mit den Erdlingen!"


    Sagt das zweite grüne Männchen:
    "Wir waren zwar noch nie auf der Erde. Und wir hatten auch noch nie Kontakt mit Erdlingen. Aber eins kann ich dir sagen: Wer seinen Schwanz zweimal um den Bauch wickelt, und dann ins linke Ohr steckt, MUSS gefährlich sein..."

  • Das ist halt wie überall, immer diese Abwägung von Aufwand und Nutzen.


    Frag doch mal einen Hai, warum er erst mit aus dem Wasser ragender Rückenflosse ein paar Runden um den als Futter auserkorenen Schwimmer zieht:
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    .
    "Leergeschissen schmecken sie einfach besser."

  • W I C H T I G ! ! !


    Ein Kumpel von mir hat ein Ticket für das erste Spiel der Nationalmannschaft der WM in Russland gekauft, 17.06.2018 um 17.00 Uhr - am gleichen Tag findet seine Hochzeit statt.
    Hat evtl. jemand Interesse?


    Die Kirche wäre in Berlin und die Braut heißt Anette.

  • Gestern auf der IMOT


    München ist schon eine Reise wert, weniger wegen der IMOT - schon der Dialekt dort vermittelt eine Art Urlaubsgefühl.

    Die Messe selbst ist spürbar anders als die Custom Bike : in Bad Salzuflen dreht sich (fast) alles um Harley und ihre Treiber, die IMOT ist für Normalos, dafür mit einem breiten Angebot von Aprilia bis Vespa. Und noch was ist anders : das Catering auf der IMOT ist eindeutig besser, wirklich! In der Selfservice-Schlange vor einem konnte man auch genau die Lieblingsspeise ausmachen : Weißwurst, Weißwurst, Weißwurst, Weißwurst …. Die Ausgabe für den Fleischkäs’ war hoch erfreut, für uns den ersten Laib anschneiden zu dürfen.

    Und noch was : alle sehr freundlich – auf der Messe, danach in der Stadt oder abends im Donisl. Selbst die 3 schwarz Vermummten, die urplötzlich aus dem Dunkel auf dem Bahnsteig auftauchten (2 mit der MP im Anschlag) und den Wartenden neben uns festsetzten, waren freundlich. Auf ihre Art, versteht sich.

    Weil die Klügeren immer nachgeben wird gemacht, was die Dummen wollen.
    Jetzt stell ich mich auch dumm ...

  • Wolfsburg hat auch eine Motorradmesse. Aber mit wirklich geringem Aufwand.

    Aus Sicherheitsgründen (Stadthalle) wurde sie sogar verkleinert. Die umliegende Händlerschar ist mäßig und daher auch nur die großen anwesend Kawa, Yamaha, Susi, BMW, Ducati und auch Harley. Ach, eine Indian oder 2 waren letztes Jahr auch dabei. (Dieses Jahr hatte ich besseres vor und war nicht da)


    Aber deren Portfolio könnte man auch ohne Eintrittsgelder auf kurzem Wege ansteuern.

    Bleiben noch die Klamotten. 2-3 Stände mit dem üblichen Massenkram. Dafür muss ich auch nicht 10€ investieren. Zubehör? Eigentlich nicht vorhanden.

    Catering? Naja, ist oK aber eben Messepreise.

  • Ein Internetfund:


    Ein BMW-Fahrer kommt in die Kneipe und setzt sich an den Stammtisch. Da entdeckt er drei Kerben im Tisch, eine neun, eine zehn und eine elf Zentimeter von der Tischkante entfernt. Er fragt die Wirtin, was denn das bedeuten soll.

    Die Wirtin: "Letzte Woche waren drei Harley-Fahrer hier und haben ihre Schwänze gemessen." Darauf der BMW-Fahrer: "Ha, da kann ich ja noch lange mithalten!" und lässt die Hose runter.

    Sagt die Wirtin: "Kannst wieder einpacken, sie haben auf der anderen Seite vom Tisch gestanden!"[IMG:https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/ff1/2/16/1f923.png]🤣[IMG:https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/f9b/2/16/1f44d.png]👍[IMG:https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/fe2/2/16/270c.png]✌️[IMG:https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/ff1/2/16/1f923.png]🤣

  • Aus gegebenem Anlass.

    War vor ein paar Tagen bei meinem Steuerbüro. Ich wusste ja dass es so kommt, aber glauben will mans halt doch nicht. Jedenfalls muss ich heftig Steuer nachzahlen. Hat auch alles so seine Richtigkeit, aber rund .. ... Euro sind für einen Schwaben gleichbedeutend mit zerebraler Paralyse, lebendig begraben werden oder schlechte Maultaschen serviert bekommen. Aber wie gesagt ich wusste dass es so kommt und habe das Geld auch parat, aber Scheisse isses trotzdem. Könnte ich ne Menge gebrauchte VRods von kaufen, oder BMWs, oder Royal Enfields….

    Da fiel mir ein dass ich das Thema Finanzen hier (im Ur-Forum) vor sehr langer Zeit schon mal hatte, genau wie die Erschaffung der ersten VRod und anderer Stories. Und da ja ein paar Newbies hier sind, dachte ich es kann nicht schaden das mal wieder hochzuziehen. Alle anderen brauchen hier nicht weiter zu lesen.


    TERMIN AUF DEM FINANZ-AMT:

    Er war die leibhaftigste Erscheinung aus den Tiefen der Hölle (oder eines entsprechenden Low-Budget-Horrorstreifens): kleine, bösartig funkelnde Knopfaugen, einen Faltenhals wie ein Truthahn, eine blassbleiche, grobporige Gesichtshaut und Haare in der Farbe von alter Hundescheisse. Und das allerschlimmste: Er verstand überhaupt keinen Spass.

    Denn er war Karl-Eugen von Knobel-Deidesheim, staatlich konzessionierter Steuerprüfer. Und er hatte einen Auftrag und er konnte sich ausweisen und er hatte mich an den Eiern.


    „Verstehen Sie warum wir diese Steuerprüfung machen müssen?“ fragte er mich und presste seine dünnen Lippen zusammen. Er wirkte dabei auf mich wie ein monatealter Leichnam den man zulange im Regen stehen gelassen hatte.

    „Hääh?“ erwiderte ich und versuchte dabei intelligent zu wirken. Ich meine es war erst Mittag und normalerweise lag ich noch 2, 3 Stunden länger in der Furzmulde.

    „Er will wissen ob du verstehst, warum er dich steuerlich befragen muss“ fuhr mein Schwager dazwischen. Karl-Heinz Drüse, mein Schwager der in nem Stuhl in der Ecke saß, fett wie ein vollgeschissener Sack Kartoffelbrei und ungefähr genauso intelligent.


    Ich fragte mich ob es von Dödel-Knobelsheim stören würde wenn ich Karl-Heinzens suppenfleckige Krawatte etwas enger einstellen würde. Meine Frau Marion erwischte mich geradenoch am Ärmel und sagte in frostigem Ton (das letzte Mal als sie so sprach hat es im August geschneit): „Karli versucht dir doch nur zu helfen“.

    Ich schätze sie hatte recht und Karl-Heinz war immerhin Rechtsanwalt. Nur dass er, seit er sich selbstständig gemacht hatte, recht viel Freizeit hatte und die zu oft bei mir verbrachte. Rechtsanwalt, paah, den würde ich nichtmal engagieren um nen streunenden Hund aus dem Tierasyl zu holen, aber Marion hat ihn mitgeschleppt.


    Aber es half ja alles nichts. Gurgel-Dödelheim hatte mein Bankkonto sperren lassen und mit der Zwangsversteigerung meiner ROD gedroht!!!

    Ich war da in was reingestolpert und es schien kein kleines Fettnäpfchen zu sein. Ich brauchte wohl wirklich jede Hilfe die ich bekommen konnte.


    „Es scheinen da einige Unstimmigkeiten in Ihrer Steuererklärung zu sein“ sagte Knuspel-Dröselheim und ich konnte erkennen dass er die Situation sehr genoss. Er gehörte zu dem Typ Menschen der seine Wochenden damit verbringt Salz auf Gartenschnecken zu streuen - nur um zuzuschauen wie sie zusammenschrumpfen.

    „Tschulligung“ erwiderte ich „es sollte doch nur ein Scherz sein was ich auf die Steuererklärung geschrieben habe“. Er blätterte durch einen Stapel Papiere und zog meine Steuererklärung heraus.


    „Aah ja, hier. An das Verwanzte Amt/Abteilung Halsabschneider und Entenklemmer.“ Seine Stimme hatte dabei eine hysterisch hohe Tonlage.

    „Hehe, Hihihi, das ist doch nicht so schlecht“ aber mein hilfloses Kichern prallte an den Betonwänden dieses knastigen Büros ab. Und Dussel-Knobelschwein starrte mich nur mit seinen seltsam leblosen Augen an. Seine Assistentin, eine graue alte Schachtel die mir noch garnicht richtig aufgefallen war begann plötzlich hektisch in einem Riesenwälzer zu blättern. Sie war so reizvoll wie eine rostige Radkappe und schob laufend ihr Gebissteil mit einer nassen, klebrigen Zunge vor und wieder zurück wobei sie leise schlürfende Geräusche machte (Ich machte mir eine mentale Notiz dass heute abend Sex mit meiner Marion ausfallen würde).


    Sie zitierte aus dem Wälzer: „Es ist eine direkte Verletzung des Rechts wenn defätistische, abwertende, beleidigende oder ähnlich formulierte Schreiben an ein Organ staatlicher Gewalt oder eine diesem Organ untergeordnete Instanz gesendet werden und kann unter Umständen mit Freiheitsstrafe geahndet werden“.

    Ihr Tonfall war hämisch und sie wedelte mit einem langen, gichtknotigen Finger durch die Luft. Sie hätte auch gut eine Proktologin im Terrorgefängniss eines faschistoiden Usurpatorenstaates sein können.


    „Dann werde ich halt einfach ändern was ich da geschrieben habe. Was für ein lustiges. kleines Missverständniss“. Aber als ich nach der Erklärung greifen wollte zog Dösel-Knuffelheim die Papiere blitzschnell zurück.

    „Das ist das kleinste Ihrer Probleme!“ bremste er mich aus wonach ich mich in den Stuhl zurückfallen liess, die Hände im Schoss faltete und mich anstrengte zerknirscht auszusehen. „Ich werde mich glücklich fühlen wenn wir die Sache bereinigen könnten“ log ich. Meine wahren Gedanken kreisten um schwere Körperverletzungen und andere schlimme Dinge.


    „Fangen wir doch mal mit Ihren Angehörigen an.“ „Marion und ich sind seit 10 Jahren zusammen, wo liegt da ein Problem?“

    „Das Problem ist nicht Ihre Gattin“ erwiderte Knofel-Schnuffeltuch. „Sie haben auch eine Ratte als einen Ihrer Angehörigen angegeben.“......

    „Ja, klar. Ratte. Das ist schon ein richtiges Tier und lebt seit nem Jahr in meinem Keller.“ „Aber, aber Sie können doch so ein Tier nicht als Familienangehörigen ausweisen.“

    „Ja warum denn nicht. Seit seinem Unfall lebt Ratte bei mir. Wir geben ihm zu essen und Kleidung usw.“


    „Was, diese Ratte trägt Kleider?“ „Na klar, nur nicht nachts, wenn er schläft.“ „Ja und was hat der Unfall mit der ganzen Sache zu tun?“ „Ist doch klar, Ratte war Stuntfahrer und sprang mit seiner Sporty über Autos, und einmal..., nun ja, das ist ne traurige Geschichte.” Herr Knösel-Schneuzheim begann rot zu werden. „Und als nächstes erzählen Sie mir dass Ihre Ratte das Alphabet aufsagen kann.“ Darüber musste ich etwas nachdenken und zugeben dass Ratte das wohl nicht konnte.“


    „Aber was ist mit dem vielen Bier das ich Rate zum Saufen geben muss. Das sind doch immense Kosten!“

    „Hah, jetzt haben wir ihn. Kapitel 5, Abschnitt 9 Unterabschnitt Zwo B“ trompete die alte Schachtel/Radkappe/Proktologin. „Einem Tier alkoholische Getränke zu verabreichen ist eine direkte Verletzung des Tierschutzparagrafen 12c/Anhang 24, Omega.“


    Da konnte ich schlecht widersprechen, Gesetz ist nunmal Gesetz. Ich entschied mich die vielen Kartons mit Marlboros nicht zu erwähnen die ich Ratte schon gegeben hatte. Ich wusste ja garnicht dass Ratte zu so ner geschützten Species gehört.

    Kuddel-Schullandheim unterbrach mein Sinnieren: „Gehen wir doch mal zu den Ausgaben für Fort- und Weiterbildung. Da haben wir diverse Custom-Magazine und ein Heft namens Tattoo aufgelistet. Was soll das denn um Gottes Willen bedeuten?“


    „Nun ja, ich muss mich doch technisch auf dem neuesten Stand halten und was Tattoo anbelangt (ich rollte den Ärmel auf): Das inspirierte mich zu dieser schönen Kombination aus V2-Motor und einer babylonischen Tempelschlampe. Kreativität artikuliert in Technik und Fickbildern ist doch das A und O eines erfüllten Lebens“.

  • Zweiter teil da zu viel Text:


    Graue Maus schnappte nach Luft und begann wie irre durch ihren Wälzer zu blättern während Knurpsel-Deibelsdaumen etwas von seiner Liste abhakte. Mein Schwager flüsterte mir so laut dass es wirklich jeder hören konnte zu: „Du kannst doch Tattoos nicht von der Steuer absetzen”. „Aber du kannst das sicher mit deinen Unfallversicherungen, besonders mit denen, die Unglücke im Zusammenhang mit Zahnausfall im Programm haben, blöder Wichser”. Marion zwickte mich aber ich ignorierte sie. Knobel-Stiefelstein blätterte derweil in meiner Steuererklärung und warf mir ein kaltes Grinsen zu, welches Frostbeulen hätte erzeugen können: „Nun kommen wir mal zum harten Kern dieser Sache. Erklären Sie mir doch mal die folgenden Abschreibungen.“


    Ich lehnte mich zurück und schaltete mein Gehirn in den Overdrive.


    „Zum Beispiel unter Punkt 5, Abschreibungsobjekt Nummer 1 - Ricks Heck“. „Ersetzt das Rearfender, ist doch ganz klar“. Die graue Schnatze begann schon wieder im Wälzer zu blättern und zutzelte ganz aufgeregt an Ihrem Zahnersatz herum.

    „Zu Nummer 2 Arlen Ness“. „Ein sehr seltene Bikerjacke mit Westenkombi. gabs auf Ebay“.


    „Und unter Nummer 3, Fehling“. „Is ne Lenkstange, gibt ein gutes Feeling“. Unsere Proktologin des Jahres 2011 blätterte jetzt so rasend dass die Seiten nur noch schemenhaft zu erkennen waren.


    „Die Nummer 4, K+N-Filter“. „Leider nix zum Rauchen sondern ein Beatmungsgerät“. Miss Dachplatte bekam Atemschwierigkeiten


    „So, so, ein medizinisches Instrument, aber was ist mit Punkt 5, Penzl-Anlage“. „Oh, die ist ganz harmlos, wenn ich auf ein Knöpfchen drücke fliegen hinten Cadillac-Torpedos raus“.


    Und so ging es munter weiter, CCI-Speedo, RRC-Schwinge, Dunlop-Verhinderer, Brembo usw. usf.


    „Und was ist Mike Corbin?“. „Ach das ist der Hersteller meiner Sitzbank, saubequem. Ich hab da was peinliches im ... und da will ich nicht so gerne ... Aber ich zeige Ihnen gerne ein Foto meiner Harley“. Der Radkappe fiel der Zahnersatz in ihren Wälzer und ich zuckte zusammen beim Geräusch eines Schusses. Aber es war nur der Bleistift den Stoffel-Reiswein zerbrochen hatte.


    „Wollen Sie mir allen Ernstes erzählen dass Sie Ihr Motorrad steuerlich absetzen wollen. Das ist doch wohl...“. Der Rest war nicht mehr zu verstehen da sein Kreischen sich überschlug und im Hintergrund eine Kaffekanne zersprang.....

    „Aber das ist doch wohl selbstverständlich“. Klar dass mein Schwager Karl auch noch seinen Senf dazugeben musste: „Die Chancen stehen wohl gut für nen Knastaufenthalt wegen versuchtem Steuerbetrug“. Und Knödel-Eierseim skandierte dazu „Aber ganz sicher, wenn nicht noch mehr“.

    Unglaublich aber erst jetzt wurde Karli der Ernst der Lage bewusst. Er fiel vor dem Steuerprüfer auf die Knie und begann zu betteln:


    „Gnade, Herr Ober-Finanzrat, wenn er eingelocht wird kann er meine Rechnung nicht bezahlen. Es ist doch klar dass er nicht ganz richtig in der Birne ist. Seine Mutter hat ihn öfters mal als Baby auf den Kopf fallen lassen.“


    Der Herr Oberfinanzrat tippte derweil wie wild auf nem Taschenrechner um meine Strafe zu kalkulieren. Und jetzt schaltete sich auch noch meine Frau Marion ein. „Lassen Sie doch Gnade vor Recht ergehen, er kann nunmal nicht anders als seine ROD anzubeten. Er sieht nunmal mehr in seiner ROD als nur eine seelenlose Maschine“. Ich konnte da nur hinzufügen: „Jawohl so ist das, da beisst die Maus keinen Faden ab“.

    Apropos Maus, die Assistentin war in der Zwischenzeit von ihrem Wälzer zu nem PC gewechselt und malträtierte mit spitzen Fingern die Tastatur. „Chef, sehen sie mal. Ich glaub wir haben da ein Problem: Wikipedia: Die Ostslawen kannten den Kult des Gottes ROD, der die Menschenseelen zur Geburt auf die Erde schickt.“


    Kibitz-Haferschleim erbleichte. „Soll das heißen es dreht sich um eine Religion. Lassen Sie mich da mal ran. Ich kanns nicht glauben, tatsächlich, da stehts schwarz auf weiss, es gibt tatsächlich einen Gott namens ROD“. Ich versuchte erklärend einzugreifen. „Sehen Sie da war diese VR Rennmaschine und der Motor war nicht drehzahl...“ Marion knuffte mich in die Rippen und ich hielts Maul. Der Oberfinanzgeheimrat hatte nichts mitbekommen und fragte mich nur ob ich wirklich an ROD glaube und ROD anbete. Karli wachte derweil auf „Habe ich da was nicht mitbekommen?“ Und Marion machte schon wieder Ihren Ellbogen bereit und so entschied ich mich dass es Zeit für ein kleines Gebet wäre:

    „Und fahre ich auch durch den Schwarzen Wald oder auf den Höhen der Vogesen. Ich fürchte nicht das Böse denn ROD und ich sind eins im Wind und erhoben ist meine Seele.“


    Mein Schwager stammelte derweil er wäre irgendwo bei Feeling-Fehling aus dem Konzept geraten und verstehe nur Bahnhof. Schnösel-Eimerlein funkelte seine Assistentin mit bösen, tückischen Schweinsäugchen an. Sicher würde sie sich morgen nen neuen Job suchen müssen. Sie findet sicher bald was als Heizerin im Krematorium oder Fettkocherin in der Tierkörperbeseitigungsanstalt.

    Mein Schwager quakte immer noch vor sich hin „Da war das mit der Sitzbank und der Strafe wegen Steuerbetrug und dann doch nicht und oh mein Kopf tut so weh“.


    Strudel-Teufelsbrei sah inzwischen aus wie ein gebrochener Mann „Es ist schon geradezu kriminell wie diese Steuerbetrüger immer wieder ein Schlupfloch finden“. Mir schien es jetzt ein guter Moment zu verschwinden und ich erhob mich.

    „Ich habs, ich habs. Eine Religion ist steuerbefreit. Du musst keine Steuern bezahlen da du deine ROD anbetest. Wie außergewöhnlich brilliant von mir solch eine Verteidigungsstrategie auszuarbeiten.“ plärrte Karl-Heinz schon wieder los. „Ja, außergewöhnlich brilliant du blöder Wichser, genauso brilliant wie dein kleines Steuerschlupfloch mit dem du die Appartement-Kosten deiner kleinen Feierabendnutte drückst.“ „Wie, was, Steuerschlupfloch, Prostitution, Appartement“ jubilierte Karl-Eugen von Knobel-Deidesheim und leckte sich die blutleeren Lippen. „Nun Herr Drüse, was halten Sie davon es sich vor meinem Schreibtisch bequem zu machen und wir rufen mal Ihre Steuererklärung auf dem PC auf“.

    Ich schnappte mir Marion und steuerte mit ihr Richtung Türe. „Na mein Schatz, was hälst du von ein wenig freier Religion, nur du und ich und die ROD und die offene Landstraße?“ Sie hakte sich bei mir unter „Na klar eure heilige Priesterlichkeit. Aber denkst du nicht dass es Zeit wäre für deine Priesterin die ebenfalls auf altmodische Religionen steht auch so ne Rod herzutun?“ Was für ein Lächeln sie dabei hatte und wirklich wo sie recht hat hat sie recht. Ich sah jedenfalls die Erleuchtung für uns beide. Und hinter mir hörte ich meinen Schwager brüllen:

    „Was soll das heißen dass ich die im Schritt offenen Höschen nicht steuerlich geltend machen kann. Schließlich liege ich jeden Abend vor dem süßen Häschen auf dem Boden und bete darum dass sie mich mal wieder ranlässt.“